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Das Riedlinger Goletor - (Text Stadtkapelle Riedlingen)
Mehr Infos und Fotos unter www.stadtkapelle-riedlingen.de
Videoaufnahmen - Aufbau des Goletors am 08.Jan.2005
Rückblick
Bereits im Jahr 1956 gab es in Riedlingen ein Goletor. Anlass damals war das “Große schwäbisch-alemanische Narrentreffen” am 28. und 29. Februar 1956.
Foto: Archiv Narrenzunft Gole
Entworfen hat dieses Tor damals der Grafiker und Kunstlehrer Arthur Münzing. Während an den Umzugstagen die Narren durch das weit geöffnete Maul marschierten, fuhren an den umzugsfreien Tagen die Fahrzeuge durch’s Maul hindurch. Für die Fußgänger existierten an beiden Seiten Durchgänge. Leider existiert dieses Tor nicht mehr, allerdings sind die Pläne davon noch vorhanden.
Die Idee
Bereits 2002, nach einem Narrentreffen in Konstanz, wurde von Mitgliedern der Stadtkapelle die Idee geboren, wieder ein Goletor zu bauen. Und so wurden nach der Fasnet 2004 aus Worten Taten:
Die alten Pläne wurden von Rolf Kronenbitter wieder ausgegraben, und Melle Strang machte sich Gedanken, wie man das Goletor so bauen kann, dass es sich einfach auf- und abbauen lässt. Dieses Mal sollte ein Goletor gebaut werden das sich wiederverwenden lässt. Melle Strang hatte sich dazu eine Holzkonstruktion aus 8 Elementen ausgedacht. Seine Idee brachte er zu Papier und fertigte gleich auch noch ein Holzmodell im Maß- stab 1:10 an. Ein Statiker zeichnete auf dieser Grundlage die Baupläne.
Der Bau
Am 9. Oktober 2004 wurde mit den Arbeiten am Goletor begonnen. Der Zimmermann Alexander Stöhr hat mit seinen Helfern Rudolf Stöhr, Peter Faigle, Jürgen Berger, Martin Wall, Jürgen Strang, Alexander Hammer, Tobias Berger, Johannes Kegel, Andreas Stöhr, Steffi Weber und Johannes Göldner die Holzrahmen der unteren Elemente des Goletors montiert. Die Holzrahmen wurden dann mit OSB-Patten verkleidet.
Die Bemalung
Bevor die ersten Elemente bemalt werden konnten, mussten die Schrauben verspachtelt und die OSB-Platten grundiert werden. War dies geschehen, so wurden mit Hilfe von Schablonen die einzelnen Farbbereiche für Zähne, Bart usw. markiert. Dann begann die Feinarbeit. Mit viel Ausdauer malten die Herren Strang - Melle, Tobi und Uwe - das Gesicht des Gole auf die einzelnen Elemente.
Der erste Aufbau
Am frühen Morgen des 08. Januar 2005 ging es los. Die Mannen der Stadtkapelle und des THW Riedlingen sowie weitere freiwillige Helfer rückten an um das Goletor aufzubauen. Der Grundriss wurde markiert während bereits die unteren Elemente herangefahren wurden. Nach dem die Seitenelemente in Position gebracht waren und darauf der Torbogen (das Maul des Gole) montiert war, wurden die Seitenelement am Boden fixiert.
Nach dem das vierte Element montiert war, hatten die Mannen des THWs und der Leiter des städt. Bauhofs, Richard Hierlinger, die Aufgabe das Tor mit Drahtseilen abzusichern. Danach konnten die letzten beiden Element montiert werden.
Als alle Montagearbeiten beendet waren sprach Zimmermann Alexander Stöhr - der verantwortliche Bauleiter - den Richtspruch. Vom Bläserkreis der Stadtkapelle wurden auf der Empore des Goletors einige Variationen zum Golelied gespielt, die Martin “Knalle” Wall extra für diesen Anlass arrangiert hat. BM Petermann sprach Dankesworte und überreichte Ekke Wall als Vertreter der Stadtkapelle sowie Tobias Strang als Vertreter der Narrenzunft eine Verleihungsurkunde, die die Erlaubnis zum Aufstellen des Goletors nach dem Dreikönigstag beinhaltet.
Nach dem Aufbauen des Goletors ging es dann zum Aufrichtschmaus in den “Hirsch”.
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